Systeminnovationen für Nachhaltige Entwicklung

s:ne – Systeminnovationen für Nachhaltige Entwicklung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie das Land Hessen fördern die h_da im Rahmen der Bund-Länder-Initiative "Innovative Hochschule" (der "Exzellenzinitiative für HAWs). Die Förderung ermöglicht es der h_da, ihre Transferaktivitäten strategisch weiterzuentwickeln, inhaltlich ausgerichtet an den Zielen einer Nachhaltigen Entwicklung (Artikel 20a Grundgesetz/ "Sustainable Development Goals" UN-der Agenda 2030).

Transfer neu denken

Die Hochschule Darmstadt hat seit Februar 2017 eine neue Transferstrategie, die auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen reagiert, wie z.B. Klimawandel, Kreislaufwirtschaft (Circular Economy), Beitrag zur Ressourceneffizienz und Digitalisierung. Das dafür entwickelte Konzept stützt sich auf Erfahrungen in der transformativen Forschung in der h_da.

Grundgedanke dieser Transfersstrategie der h_da ist, dass Veränderungen Richtung Nachhaltige Entwicklung in der Regel nicht in etablierten Kontexten, z.B. einer bestimmten Forschungsdisziplin, entstehen. Vielmehr geht es darum, Akteure mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Interessen zusammenzubringen, mit ihnen auf der Basis eines gemeinsamen Problemverständnisses neue Forschungsfragen zu formulieren, um so "kreatives Wissen" zu schaffen, welches bisherige Systemgrenzen überschreitet. So sollen kontinuierlich Impulse für neue Ideen entstehen: Systeminnovationen für Nachhaltige Entwicklung (s:ne).

FAQ

Einzelne Fachbegriffe und Abkürzungen erläutert auch das Glossar zu s:ne.

s:ne hat das Ziel, Prozesse in Richtung Nachhaltiger Entwicklung in der Region zu etablieren. Solche Prozesse sind angewiesen auf technische, wirtschaftliche, soziokulturelle und institutionelle Veränderungen, die sich gegenseitig bedingen und verstärken. Dafür baut das Projekt ein lernendes System auf, in dem die Akteure ihr Wissen bündeln und sich gemeinsam auf die Suche nach kreativen Lösungen für eine Nachhaltige Entwicklung in der Region begeben.

"Transfer als Lernprozess in der Region" wird in s:ne als Prozess des wechselseitigen Austauschs zwischen einerseits Akteuren der Hochschule, die forschungsbasierte Ideen, Wissen und Technologien einbringen und andererseits hochschulexternen Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, verstanden. Es geht darum, gemeinsames Wissen zu entwickeln, aus dem positive Veränderungsprozesse für die Region entstehen.

Prozesse in Richtung einer Nachhaltigen Entwicklung auf lokaler, nationaler und globaler Ebene anzustoßen, ist nicht einfach. In den letzten 40 Jahren haben wir gelernt, dass Prozesse Richtung Nachhaltige Entwicklung mehr benötigen, als technische Innovationen.

Diese sind zum einen anfällig für unbeabsichtigte ökologische und sonstige „Neben“-Folgen sowie dafür, Probleme von einem Handlungsfeld in ein anderes zu verschieben.

Zum anderen führen technische Systeme alleine nicht zu veränderten Verhaltensweisen der Akteure, was aber in der Regel notwendig ist, um Prozesse in Richtung „Nachhaltiger Entwicklung“ zu unterstützen. Da es aus der Perspektive, Veränderungsprozesse Richtung Nachhaltige Entwicklung zu initiieren immer um Verhaltensveränderungen von Akteuren geht, geht es um ein Zusammenspiel aus technologischen Innovationen, veränderten Infrastrukturen, Kulturwandel und diese unterstützende Institutionen.

Dabei bedarf es, um ein jeweils anzugehendes Problem zu verstehen, aber auch um Ideen, Lösungen für dieses Problem zu entwickeln, in der Regel des Zusammenspiels gesellschaftlicher Akteure mit wissenschaftlichen Akteuren und damit transdisziplinärer Arbeitsformen.

Es geht nicht darum, dass "die Wissenschaft" Lösungen entwickelt und sie dann der Praxis zur Verfügung stellt. Vielmehr sucht s:ne nach Wegen, Akteure mit unterschiedlichem Erfahrungen, Perspektiven und Interessen zusammenzubringen, mit ihnen auf der Basis eine gemeinsamen Problemverständnisses neue Forschungsfragen zu formulieren, um so "kreatives Wissen" zu schaffen, welches bisherige Systemgrenzen überschreitet.

Ziel ist es, unterschiedliches Wissen so zu verbinden, dass Veränderungsprozesse entstehen, die zu den Zielen "Nachhaltige Entwicklung" beitragen. Vor diesem normativen Hintergrund sind naturwissenschaftlich-technische Lösungsansätze mit ökonomischen, sozio-kulturellen und institutionellen Fragestellungen zu verknüpfen.

 

 

Die Zusammenarbeit zwischen Forschenden, Unternehmen, Zivilgesellschaft und Entscheidungsträgern ist der Schlüssel zur Lösung der neuen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen. In s:ne wollen wir die "richtigen Leute" miteinander verbinden. Die Hochschule Darmstadt etabliert mit Unterstützung der Schader-Stiftung, dem Öko-Institut, dem ISOE und ehoch3 dazu - als strukturbildenes Element - eine Innovations- und Transformations-Plattform (ITP). Sie ermöglicht es den Forschenden der h_da, mit wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Akteuren sowie Forschungseinrichtungen in der Region neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln, um gemeinsam die Herausforderungen anzugehen, die sich aus den SDG´s der UN ergeben. Die ITP hat eine Katalysator-Funktion; sie ist attraktiv für „kreative Köpfe“ und ermöglicht Lernprozesse, mit denen sich Potentiale in Richtung Nachhaltiger Entwicklung erschließen lassen. Die spezifischen Aufgaben lassen sich in fünf Bereiche untergliedern:

-        transdisziplinäre Zusammenarbeit

-        akteurspezifische Problemsichten (akteurzentrierter Ansatz)

-        Praxisakteure einbinden

-        transformative Prozesse

-        Prozesse und Methoden zur Zielerreichung

Entsprechend dieser Funktionen übernehmen die Akteure unterschiedliche Rollen auf und mit den Akteuren der ITP, die sich im zeitlichen Verlauf des Projektes verschieben. Ziel ist es, dass über die beteiligten Akteure ein lernendes System entsteht, in dem sich Transferprozesse im Sinne von s:ne etablieren.

Die Schader-Stiftung fungiert als "Brückenbau" zwischen den Forschenden der h_da und den Praxis-Akteuren der Region. Sie schafft attraktive "Frei-Räume" und unterstützt durch die angebotenen Dialog und Transferformate die Funktionen der ITP.

Das Teilvorhaben begleitet den Prozess, die Transferaktivitäten in mehreren Phasen in ein "lernendes System" zu überführen. Das ISOE und das Öko-Institut unterstützen die Transfer-Beteiligten eine entsprechende Akteurqualität aufzubauen.

e-hoch-3 ist für den Aufbau einer Innovations-Folgen-Abschätzung und Zielerreichungsmatrix mit den jeweiligen Akteuren der Umsetzungsvorhaben zuständig. Denn ein Innovationsprozess im Sinne dieses Vorhabens ist nur dann erfolgreich, wenn er nachweisbar zu den Sustainable Development Goals beiträgt. Um dies sicherzustellen, ist zum einen zu definieren, welche SDGs für den Transfergegenstand besonders relevant sind; zum anderen sind darauf bezogen Indikatoren zu entwickeln. Besonderes Augenmerk ist dabei auf mögliche "Rebound-Effekte" zu richten, die nicht nur innerhalb einer Ziel-Dimension auftreten können; vielmehr sind die Beteiligten besonders zu sensibilisieren für sektorübergreifende Verlagerungseffekte.

Das IWU wird im Teilvorhaben "Zukunftsorientierte Stadtentwicklung" nicht nur das langjährig gesammelte Wissen über das Quartier Mollerstadt bzw. die Quartierseben, sondern zudem seine besondere Expertise im Handlungsfeld Gebäude einbringen. Das bedeutet, Gebäude werden nicht isoliert betrachtet, sondern als Teile von komplexen urbanen Systemen. Nachhaltige Lösungen können nur durch transformative Prozesse entstehen, die sektorenübergreifend zwischen Gebäuden, Mobilität, Konsum und Energienetzen wirken.

Kerngeschäft der Software AG ist die digitale Transformation von Unternehmen. In S:NE unterstützt sie das Projekt "Herausforderungen entlang der Lieferkette: Leder und SCP" durch IT-basierte Lösungsansätze u.a. für das Management der Prozesse in den Lieferketten und zu übergeordneten organisatorischen Fragen des Risikomanagements.

Kontakt

Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung (s:ne) im Rahmen der Bund-Länder-Initiative "Innovative Hochschule"

 

Dr. Silke Kleihauer (Projektleitung)

Holzhofallee 36 B
64295 Darmstadt
E-Mail: sne@h-da.de

Veranstaltungen

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Sep
Ausstellung: „Mollerstadt – CO2-Reduktion und Klimaanpassung des Quartiers“

Die Ausstellung beginnt am Donnerstag, 20. September, um 18 Uhr mit einer kurzen Begrüßung und...

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15
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